Donnerstag, Juni 13, 2013

Auch beim Trinken

sind Katzen ungleich vornehmer als die domestizierten Wölfe. Hunde hängen ihren Zungenlappen gierig ins Nass, bilden damit eine Art Kelle und schlabbern drauflos, in der Hoffnung, möglichst viel Flüssigkeit in die Mundhöhle zu bugsieren.



Katzen hingegen halten intuitiv die Balance zwischen Kohäsion, Adhäsion, Massenträgheit und Gravitation, berichten Reis und sein Team in der Online-Ausgabe von „Science“. Die Bilder ihrer Hochgeschwindigkeitskamera zeigen folgenden Ablauf: Die Katze überdehnt ihre Zunge, formt sie zu einem J und berührt die Flüssigkeitsoberfläche lediglich mit der Zungenspitze. Da die Haut feucht ist, kann sie rasch Kontakt zur Milch herstellen. Nun reißt die Mieze ihre Zunge nach oben, mit bis zu 78 Zentimeter pro Sekunde, wie die Forscher gemessen haben. Dabei wird die Milch in Gestalt einer schmalen Säule „mitgezogen“. Eine fragile Angelegenheit, denn die Schwerkraft wirkt dagegen. Und ginge die Zunge zu schnell nach oben, würde die Säule abreißen. Das demonstrierten die Wissenschaftler mit einem Glaskolben, der als Zungen-Analogon in ihrem Labor auf und ab fuhr. Hat die Zungenspitze den Mund erreicht, wird sie langsamer, bis die Katze – schwupps – das Mäulchen schließt. Milch drin, ohne zu kleckern.

aus der Schulzeit

Morgens früh um sechs kommt die kleine Hex´
Morgens früh um sieben schabt sie gelbe Rüben

Morgens früh um acht wird Kaffee gemacht.
Morgens früh um neune geht sie in die Scheune.

Morgens früh um zehne holt sie Holz und Späne.
Feuert an um elfe kocht dann bis um zwölfe.

Fröschebein und Krebs und Fisch,
hurtig Kinder, kommt zu Tisch!