Mittwoch, April 18, 2012

Bodensee





Feigenblatt





Geschrieben am 23. Februar 2012 von Herbert Braun in in eigener Sache
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Wir sind bis Anfang nächster Woche nicht im Büro und können erst dann Bestellungen bearbeiten und Anfragen beantworten.
Dafür gibt es zwei wunderbare Gründe: unsere Zwillinge Mathilda und Konstantin, die ein bisschen überraschend schon am 21. Februar geboren wurden!
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Anja Braun ist Herz, Hand und Hirn des Feigenblatt Magazins. An ihren langen Arbeitstagen ist sie für Heftkonzept, Akquise, PR, Buchhaltung, Layout und Webdesign zuständig und hat bei allem das letzte Wort.

In Berlin als Anja Weigel geboren, liegt ihr das Künstlerische wie die Selbständigkeit im Blut – ihr Vater bereicherte als Schlagertexter das nationale Kulturgut („Am Tag, als Conny Kramer starb“). Als Kind saß sie Klaus Lage auf dem Schoß und fuhr mit Jürgen von der Lippe in den Urlaub.

Nach einigen Jahren ziellosem Herumstudieren lernte sie bei ihrer Ausbildung zur Bauzeichnerin zu gestalten – und bei Fehlern kleinlich zu sein. Nach fünf Jahren im Architekturbüro ließ sie sich zur Mediengestalterin ausbilden und fing 2001 als Webdesignerin bei Berlins Tourismus-Information an.

Anfang 2005 verließ sie ihre alte Heimat westwärts nach Hannover – der Liebe wegen. Die Idee, sich mit dem Feigenblatt selbständig zu machen, entwickelte sich dort allmählich vom Hirngespinst zum konkreten Plan, den sie mit ihrem Mann umzusetzen begann. Von klein auf von erotischer Literatur fasziniert, hatte sie schon 2004 die Idee zu einer Zeitschrift für Erotik, die auch Menschen mit Geschmack und Verstand lesen möchten. Und so erschien am 1. Oktober 2005 das erste Heft.

Herbert Braun ist beim Feigenblatt für die Worte zuständig – er schreibt die meisten der vielen kleinen Texte, die keinen Autorennamen tragen, und redigiert alle anderen. Als Berater, Krisenhelfer und technischer Support ist er die zweite Hälfte des Feigenblatts.

Als Sohn eines Filmvorführers in Passau aufgewachsen, studierte er ab 1989 in Bamberg und Erlangen Literaturwissenschaft. Nach Abschluss, Zivildienst und ersten Verlagsjobs in Regensburg zog er 1998 nach Berlin. Dort betreute er für den Buchverlag Frieling den Webauftritt. Er fand Gefallen an diesem neuen Handwerk und arbeitete ab 2000 als Internetprogrammierer für Berlins Tourismus-Organisation – wo er seine spätere Frau kennen lernte.

Berlin beförderte auch seine lange gepflegten literarischen Ambitionen. Seine jetzt zahlreicher entstehenden, teilweise erotischen Erzählungen bringen ihm etliche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Erfolge bei Lesungen ein.

2004 war es genug mit der Programmiererei, und so ergriff er frisch verheiratet die Gelegenheit, bei der renommierten Computerzeitschrift c’t in Hannover anzuheuern; dort ist er für die Webthemen zuständig (Browser, Webdesign und -standards). Nach dem zweiten Volontariat in seinem Leben (das erste war bei Frieling) darf er sich seit Mitte 2006 auch bei der c’t Redakteur nennen. Über mangelnde Schreibpraxis kann er sich nicht beklagen: tagsüber für c’t, abends fürs Feigenblatt, dazwischen Erzählungen oder was sonst so an- und einfällt.

The Just Alap Raga Ensemble

La Monte Young, Marian Zazeela, Jung Hee Choi, voices; Naren Budhkar, tabla;
The Just Alap Raga Ensemble performing in Regenbogenstadl Dream House, Polling, April 2012

La Monte Young und Marian Zazeela kamen mit dem Just Alap Ensemble im Frühjahr 2012 nach Europa. Auf Einladung der Berliner Festspiele/MaerzMusik gaben sie drei Konzerte im Dream House Villa Elisabeth. Anschließend traten sie im ZKM Karlsruhe im Rahmen der Ausstellung ’Sound Art. Klang als Medium der Kunst’ Anfang April zu einem Konzert auf. Den Abschluss der Tour bildete das Konzert in ihrem permanenten Dream House in Polling.

Young schreibt: “Ich erachte das Just Alap Raga Ensemble als eine der bedeutendsten Schöpfungen in der Entwicklung meines kompositorischen Prozesses insofern, als in ihm organisch die Traditionen klassischer westlicher und hindustanischer Musik mit dem Wissen der akustischen Wissenschaft verschmelzen, um komplementäre Formen in ein umfassendes evolutionäres Statement einzubeziehen.” Pandit Pran Nath pflegte zu sagen: „Alap ist die Essenz des Raga. Wenn der drut [das schnellere Tempo] einsetzt, ist der Raga eigentlich vorbei.“ Mit dem Just Alap Raga Ensemble wendet La Monte Young seinen eigenen kompositorischen Ansatz auf die traditionelle Aufführungspraxis, die Form und Technik des Raga an: Ein pranam [Verbeugung] aus Dankbarkeit, in Erwiderung des Einflusses auf seine Musik seit der Mitte der 1950er Jahre, für den einzigartigen, langsamen, nichtmetrischen, zeitlosen Alap und für eine der ältesten und höchstentwickeltsten noch vorhandenen vokalen Traditionen. Ähnlich wie bei seinen früheren Konzerten mit dem Just Alap Raga Ensemble, bei denen ausgedehnte Alap Abschnitte in reiner Stimmung über Tamburas präsentiert wurden, führt La Monte gehaltene Drones in zwei- und dreiteiliger Harmonie und auch Kontrapunkt in den vor der eigentlichen Komposition liegenden Teil des ...