Sonntag, April 15, 2012

The Passenger





Konzertbericht Teil Eins – La Monte Young

فيلم الأكشن والحرب الرهيب مترجم للعربيه Leser und Leserin

(indische Begrüßungsfloskel)

Bevor ich beginne von dem epochalen Konzert von La Monte Young in Polling zu berichten möge die verehrte Leserschaft folgendes Video betrachten, hören und verstehen (!!). Der Herr Ustad Abdul Wahid Khan ist ein Lehrer des Kompositonör La Monte.





Sarah (ein hübsches, aber kleingeistiges, Christenmädchen, bei den Juden als Schickse bezeicnet)



schrieb über das gleich Ereignis vor ein paar Wochen in Berlin:

„Meine Berichterstattung von der MaerzMusik, die gestern zu Ende ging, beginne ich mit dem, was ich sonst zu schnell vergessen würde. In Superlativen wurde die Veranstaltung mit Eventcharakter angekündigt. In den Räumen der Villa Elisabeth werden gleich zwei Werke zu einem dritten zusammengeführt. Das klang viel versprechend. Obschon der Hang zur indischen Spiritualität das Künstlerpaar seit vielen Jahren in ihren künstlerischen Schaffen beeinflusst und prägt, bin ich vom Ergebnis – naja, sagen wir – nicht überzeugt. Im Foyer der Villa war (ist noch bis zum 1. April) die Klang – Licht – Installation Dream House von La Monte Young und Zazeela zu erleben. Wie in ihrem Haus in New York ist der Raum in ein intensives Magenta getaucht, durch Tongeneratoren werden sogenannte Drones erzeugt; ein raumgreifendes Klangkontinuum, ein lebendiger Klangorganismus ohne Zeitgrenzen. Im Obergeschoss wurde dann Dream Light, eine Lichtinstallation von Zazeela (das bekannte magentafarbene Licht von unten) zum Aufführungsort für The Just Alap Raga Ensemble mit der Unterstützung des indischen Vokalisten Pandit Pran Nath. Der Abend stand also im Zeichen indischer Religiosität und somit der dort verankerten klassischen Musik. Der Besucher war wirklich gezwungen, sich vollends auf die Darbietung einzulassen. Im Vorraum konnte das Schuhwerk ausgezogen werden, damit man auf dem weißen Teppich in der Mitte Platz nehmen konnten. Ich habe den Stuhl vorgezogen; der starke Räucherstäbchengeruch ließ mich langsam ahnen, was noch auf mich zukommen würde. Mit einer Viertelstunde Verspätung traten nach und nach die Solisten, unter ihnen auch das Künstlerpaar, auf. Ich für meinen Teil habe mich noch nie mit indischer Kunstmusik und dieser speziellen Form von Spiritualität auseinandergesetzt, vielleicht ist mir das Einfühlen deswegen nicht gelungen und da half mir leider auch das aussichtsreiche Konzept des “kontinuierlichen live-elektronischen Klang- und Licht-Environment, zeitweise mit Gesang” nicht weiter. Ich muss sagen, ziemlich enttäuschend. Zwei Stunden in einem stark riechendem, pinkfarbenen Raum in dieser – man verzeihe mir meine Ausdrucksweise – Hippie-Session. Nein, da habe ich mir vom Vater des musikalischen Minimalismus etwas anderes erhofft. Aber vielleicht bin ich auch nur voll in die Antikunst-Falle getappt. Ich bin jedenfalls eher gegangen, war nicht so meins…“

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Meine hoch geschätzte Leserschaft darf gespannt sein, was ich zu erzählen habe über dieses großartige Darbietung des La Monte Young + Mitsänger + Ragaspieler.

Eines kann ich jetzt schon sagen. Die gute Sarah muss noch viel lernen, bevor sie sich wieder ein derartiges Konzert antut :))).


Rainer