Sonntag, April 01, 2012

Krach machen ...



... kann ich auch. Aber gar so leicht ist es doch nicht. mit der Krachmacherei.

Produktionszeit: Eine ungheure Stunde Lebenszeit.

Enjoy and play very loud.



Rainer

Gründe gegen Polyglot Programming







Trotz dieser guten Erfahrungen ist nach Ansicht des Autors Rainer das Mehrsprachenkonzept in der Praxis gescheitert. Im Folgenden seien einige Gründe dafür genannt:

1. Da es keine leichte Aufgabe ist, eine oder gleich mehrere Programmiersprachen gut zu beherrschen, sollte grundsätzlich überlegt werden, ob man eine neue Programmiersprache beziehungsweise eine mittelkomplexe DSL zum Beispiel dem "gewöhnlichen", in einem Wartungsprojekt arbeitenden Entwickler Programmierer beibringen will. Nicht jeder ist gleichermaßen motiviert und nicht jeder ist scharf darauf, eine neue Sprache zu erlernen.
2. Wer Erfahrungen in der Entwicklung beispielsweise einer großen Java-Webanwendung mit Struts und AJAX besitzt, weiß, wie aufwendig es ist, eine neue Funktion einzuführen. Man wird mit dem Erstellen und Bearbeiten einer Menge unterschiedlicher Dateien konfrontiert, beispielsweise mit Action- und Formular-, XML-Konfigurations-, JavaScript- und auch HTML- oder JSP-Dateien. Es stellt sich die Frage, ob es angesichts der ohnehin hohen Komplexität da anzuraten ist, Groovy, Scala oder Dart in so einem Projekt zusätzlich einzuführen.
3. Das Arbeiten mit einer neuen Programmiersprache bedeutet auch, dass deren Umfeld gut durchdacht sein muss. Eine gute Entwicklungsumgebung, ausreichend Dokumentationsmaterial und Community-Unterstützung sowie eine eindeutige Roadmap und Abwärtskompatibilität sind hier zu nennen. Dafür ist Groovy ein schlechtes Beispiel. In der Frühzeit dieser Sprache war etwa der Editor für Eclipse nicht brauchbar. Nach einer Weile wurde er zwar besser, aber die Sprache erhielt eine Menge grundlegender Veränderungen, sodass alte Groovy-Anwendungen nicht mehr funktionierten. Es gab keinen Weg daran vorbei, auf eine neue Version der Sprache zu aktualisieren. Mit Java 1.1 erstellte Anwendungen lassen sich im Gegensatz dazu immer noch mit Java 6 kompilieren.
4. Bevor eine eigene Sprache beziehungsweise eine DSL entworfen und erstellt wird, sollten zunächst Sprachexperten befragt werden, wie schwer und aufwendig es ist, eine Programmiersprache langfristig zu warten. Besonders wenn man für KMUs (kleine und mittelständische Unternehmen) arbeitet, ist die Größe des Teams und das Budget zu beachten, denn die Wartung einer eigenen Sprache beziehungsweise DSL kann schnell zum Albtraum werden.

Rainer

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Rainer