Sonntag, März 18, 2012

Nudeln





Das gute Güldemesser



Das SO36 - Berlin 1982



Foto (c) and (p) by Rainer
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Beim SO36 handelt es sich um eine traditionsreiche Halle, die 1861 als Biergartenlokal eröffnet wurde. Ab ca. 1930 diente es als „Kino am Heinrichplatz“. Aufgrund von Kriegsschäden geschlossen, wurde es 1951 wiedereröffnet, nach dem Mauerbau aber endgültig geschlossen. Von Ende der 1960er- bis in die 1970er-Jahre hinein diente es als Atelier, zwischendurch als Supermarkt.
Punk und New Wave [Bearbeiten]

Als Veranstaltungsort nahm das SO36 am 12./13. August 1978 mit dem zweitägigen „Mauerbaufestival“ (zum ironischen Gedenken an den Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961) unter der Leitung von Achim Schächtele, Klaus-Dieter Brennecke und Andreas Rohè seinen Betrieb auf.[1] Das Festival war eines der ersten großen NDW-Festivals, es gastierten unter anderem The Wall, Dub-Liners, Mittagspause, Male, S.Y.P.H., DIN A Testbild, Ffurs, Stukka Pilots und PVC.[2] Bereits nach wenigen Monaten drohte es allerdings in Konkurs zu gehen, Schächtele erkrankte und Brennecke verkaufte seine Anteile an Martin Kippenberger. Schächtele, Kippenberger und Rohè versuchte einen Brückenschlag zwischen Punk, New Wave und Kunst, ähnlich wie es in Düsseldorf dem Ratinger Hof gelungen war. Er lud neben konventionellen Punkbands auch avantgardistische Bands wie The Red Crayola, Suicide und Lydia Lunch ein.

abendlicht

Martin Kippenberger

residierte ab 1977 am Oranienplatz und hatte zwei Strassenkreuzungen weiter südlich das S036 unter sich. 200 meter Richtung Osten regierten die Russen. Zwei Blocks Richtung Norden sassen die "Moritzplatz Boys", Salomé, Fetting, Castelli, Middendorf, u.a.







Am Moritzplatz hatte Salomé die grosse Klappe , und wer ihn damals schon kannte und wer Kippenberger damals auch schon kannte, wusste, DAS HAUT NIE!!! Mit Middendorf und Fetting kam er klar, bzw, die kamen mit Kippy klar, aber Kippy und Salami? Never! Die Boys wollten Kippy auch nicht wirklich, die waren schon weiter. (Die neuen (jungen) Wilden, Heftige Malerei). Der Dschungel war der Gegenpol zum SO36. Hell. Sauber. Teuer (eigentlich auch nur ne Bretterbude). Kippy hat dort zwischen 77-79 gern auch mal den Eintaenzer gegeben (er war ein in der Damenwelt gefürchteter Rock'n Roll Balzer). Und Salomé hat zu Beginn, bzw. vor dem Beginn seiner Karriere dort hinter der Cocktailbar gestanden. Jetzt Geile Tiere! live. Mitternachtskonzert. Meine Super8-Kamera hatte ich geladen. Einfach mit Einzelbildschaltung draufgehalten. Kamera als Pinsel. Mehr Inhalt bei weniger Filmverbrauch und alles schoen bunt. Tempo, Tempo. Einen abendfuellenden Film in eine Zigarettenlaenge packen. Zu lange Filme sind geklaute Lebenszeit. Ich habe mir einen O-Ton aus meinem Taxi geschnappt, das beste Stück vom Auftritt. und dazu die Meter auf länge zusammengeklebt.

knut Hoffmeister