Sonntag, März 11, 2012

Das Drei Minuten Ei





Nicht nur meine Monkees Singels finde ich nicht mehr. Auch die Bee Gees, Beach Boys und Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich Platten sind spurlos verschwunden.

Das geht so nicht weiter.

Dafür ist mir ein Kassetten Katalog in die Hände gefallen wo ein gewisser Molto Menz erwähnt wird.
Und dank Internet fand ich dann den auch heute noch unvergessene, legendäre Lorenz Lorenz aus München.

Rainer



Hörspiel-Tipp für heute nachts:

Deutschlandradio Kultur, 21.06.2010, 00:05 Uhr:

Lorenz Lorenz – Die Einsamkeit des Amokläufers

1982 hat der damals in München lebende Lorenz Lorenz bei Molto Menz (Du Bist So Gut Zu Mir) ein Büchlein mit „trivialen Kurzgeschichten“ veröffentlicht: „Die Einsamkeit Des Amokläufers“. Ich kann mich an eine Zündfunk Pop Sunday-Sendung erinnern, in der Lorenz Lorenz damals aus diesem Buch las, dazu wurde Musik von Public Image Limited, Burundi Black, Hans Albers u.v.m. gespielt. Das war eine sehr amüsante Sache. Es ging u.a. um Boy-meets-Girl, seltsame Auftritte usw. usf.

Unvergessen seine fast schon dadaistische Performance “Das Dreiminuten-Ei” in einer TV-Revue, zusammen mit seinem Saxophon. Ei! Ei! Ei!

Irgendwann danach fuhr er mit dem Fahrrad durch China und berichtete im Zündfunk davon.

27 Jahre später hat der Westdeutscher Rundfunk unter der Regie von Thomas Wolfertz ein Hörspiel aus diesem 1980er-Jahre-Stoff produziert, auf welches ich nun sehr gespannt bin.

Weitere Infos auf der Seite vom Deutschland-Radio:
www.dradio.de/dkultur

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Lorenz Schröter

a.k.a. Lorenz Lorenz; Autor und Musiker geboren 1960 in München.

Anfang der 80er unter dem Namen "Lorenz Lorenz der König von München" in der Punkszene aktiv, u.a. mit der nach ihm benannten Band Lorenz Lorenz. Er spielte außerdem bei der Bands Alternative Arschlöcher, the Liebeskummers und Die kleinen Strolche und trug Brecht/Weill-Stücke in Klavierbegleitung vor.

Außerdem veröffentlichte Lorenz Schröter den ersten Münchner Punk Kassetten-Sampler München ist die Beste Stadt der Welt und war Autor für sein eigenes Fanzine die einsamkeit des amokläufers und für ELASTE. 1983-89 veranstaltete er zusammen mit Franz Dobler und Thomas Palzer die Literaturreihe "Sage & Schreibe." Dafür war anfangs auch Rainald Goetz vorgesehen, die Einladung an ihn endete aber 1984 in einem Artikelduell in der Spex ("Gewinner und Verlierer" vs. "Die große Auskotze") in dem Götz Schröter seine ältere Freundin und Schröter Goetz einen Rückfall in den Authentizitätsmythos vorwarf. 1987-89 umradelte er die Welt und berichtete dabei für den Zündfunk, für den er auch vorher legendäre Sendungen wie "Die Indianer sind tot" und "Wie der Schmalz gehärtet wird" produziert hatte.

Seit 1996 lebt er in Berlin und war dort an an ampool.de beteiligt.

Die damals führende Musikzeitschrift Sounds urteilte 1982:

"Die Meinungen über Lorenz Lorenz reichen vom 'egozentrischen Spinner' (der Holger Hiller Münchens) über schlichte Nichtachtung bis zur zutreffenden Verehrung als einmaliges Genie (der Holger Hiller Münchens)".

Als ihm im selben Heft zudem eine "nie versagende Potenz" unterstellt wurde antwortete Lorenz Schröter mit folgendem Leserbrief:

"Gegendarstellung. In Sounds, Monats- und Musikzeitschrift im Soundsverlag wurde in der August-Ausgabe in dem Artikel 'Die Wahrheit über München' von Richard L. Wagner und Ian Moorse auf Seite 23 sinngemäß behauptet 'Lorenz Lorenz hätte eine nie versagende Potenz ...' Diese Behauptung ist unwahr. Wahr ist vielmehr das gegenteil. Andrea Andrea, Clara, Dagmar, Dany, Doris, Eva, Eveline, Floly, Kitty, Nico, Petra, Renate, Rolf, Sabine, Tütü, Undine, Vera, Veronika, Ms. X und die anderen vom Club der verlassenen Herzen (London, Berlin, München)"

Is “Honecker In Cambodia” the greatest song of all time? Yes, yes it is. It is changing my life even as we speak. (www.emptyfree.com)