Mittwoch, März 07, 2012

Tg

Mit Throbbing Gristle feiert eine Band Auferstehung, von der man sich wünscht, unterdrückt zu werden.
Von Jörg Heiser

Im warmen Rund der Berliner Volksbühne drängt sich das Publikum, umzingelt von Lautsprechern, aus denen pulsierendes Magma dringt. Ein Typ mit Bauchansatz steckt seinen Kopf in die Bassbox, als wolle er zur Quelle des heissen Zeugs vordringen. Neben ihm steht eine zierliche Japanerin und streckt ihre Kuschelhasen in Richtung der vier Musiker, die den Lärm produzieren. Einer von ihnen oder eher: eine ist das Zentrum der Aufmerksamkeit. Das silberne Glitzerröckchen und die rote Lackbluse kontrastieren mit den tätowierten Männerschultern. Das Konzert ist feierlich, und das Feierliche hat etwas Rührendes, gefeiert wird die Rückkehr einer Band, die ein komplettes Musikgenre erfunden hat und auf deren Konto die intelligenteste Schockästhetik der Popgeschichte geht.

London im Oktober 1976. Der vergehende Sommer war der heisseste seit Menschengedenken. Pussycat, ein niederländischer Abba-Verschnitt, ist mit «Mississippi» auf Platz eins der Charts, gefolgt von Demis Roussos und Rod Stewart. Einige Steinwürfe vom Buckingham-Palast entfernt eröffnet im renommierten Kunstinstitut ICA die Ausstellung einer Performancegruppe mit dem Namen COUM. Sie trägt den Titel «Prostitution» und dauert nur acht Tage. Doch sie wird Gegenstand von über hundert Presseartikeln. Plötzlich kennen alle Taxifahrer, Blumenverkäuferinnen und Lords in den Männerklubs zwei Künstlernamen, als gehörten sie einem Serienmörderpärchen: Genesis P-Orridge, der Typ mit den winzigen Pupillen im grossen Weiss seiner Augen; und Cosey Fanni Tutti, die Frau, die auf der Einladungskarte zur Ausstellung in Strapsen posiert. Gerade musste Grossbritannien wie ein Drittweltland den Internationalen Währungsfonds um Hilfe anbetteln, weil der Kurs des Pfunds in den Keller gestürzt war – und nun Steuergelder für diesen Schund! Unterhausabgeordneter Nicholas Fairbairn weiss: «Diese Leute sind die Zerstörer der Zivilisation.»

Im ICA sind zu sehen: Tampons, Einlaufspritzen, Vaseline; Fotos von Performances, bei denen diese Dinge zum Einsatz kamen; gerahmte Aufnahmen aus Pornomagazinen, für die Cosey Fanni Tutti sich ablichten liess. Erklärtes Hauptelement der Ausstellung aber ist ein Konzert am Eröffnungsabend. Die Mitglieder von COUM – neben Tutti und P-Orridge ein gewisser Peter «Sleazy» Christopherson – hatten zuvor mit dem Technikfrickler Chris Carter eine Band gegründet. Genesis hat sich für den Auftritt fein gemacht: Mit einem Elektrorasierer hat er eine breite Schneise in sein Hippie-Haupthaar gezogen, umgekehrter Irokese. Er begrüsst das Publikum mit einer kurzen Einlassung zum Verständnis der Musik. Man möge sich vorstellen: Man geht eine Strasse entlang, umgeben von Fabrikruinen, und ein Stück Zeitung mit reisserischen Sex-Geschichten kommt einem entgegengeflogen, bevor man an einem toten Hund vorbei um die Ecke geht und plötzlich seltsamen Lärm hört.

Lächelnd an der Selbstmörderklippe

Seltsamer Lärm war nicht zu viel versprochen: Sleazy und Carter produzierten manipulierte Tonbandgeräusche und dräuende Keyboardflächen, Tutti malträtierte ihre E-Gitarre mit einem Metallstück. P-Orridge kratzte die Elektrogeige und trug Texte über Kindsmörder vor. Anschliessend kam eine Stripperin, die aufpassen musste, dass sie nicht auf dem künstlichen Blut ausrutschte, mit dem Genesis sie anspuckte. Der Auftritt markierte den offiziellen Wechsel der Gruppe ins Musikgeschäft. Von nun an hiessen sie Throbbing Gristle – Yorkshire-Slang für Erektion. Der Politiker Fairbairn von den Konservativen übrigens wurde kurz nach dem zitierten Ausspruch wegen Exhibitionismus verhaftet.

Aus dem Lärm erwuchs eine so abseitige wie legendäre Karriere. Throbbing Gristle, abgekürzt TG, gründeten ihr eigenes Plattenlabel Industrial Records. Die Morddrohungen, die sie im Zuge der Medienhysterie auf dem Anrufbeantworter vorfanden, packten sie auf ihre zweite LP. Eine ganze Musikgattung wuchs auf den zerklüfteten Ruinen des hämmernden und sägenden Endzeit-Sounds: Industrial. Was TG nicht davon abhielt, minimalistische Momente kühler Pop-Schönheit einzustreuen: als gastierten Kraftwerk in der Folterkammer. Oder ihr Publikum auf die Probe zu stellen, indem sie sich gegen ungeschriebene Marktgesetze stemmten, zum Beispiel dass man die Hitsingle als Kaufanreiz mit auf die LP nehme. Als sich die Single «United» besonders gut verkaufte, erschien das Stück anschliessend laut Titelliste auch auf dem dritten Album – aber stattdessen waren nur 16 Sekunden Vorspulgeräusch zu hören.

«Enttäuschung garantiert» war schon das Motto der frühen Inkarnation als Performancegruppe gewesen. Auf Promo-Fotos posierten sie in Uniform. Mit Anspielungen auf die Nazi-Verbrechen – ein Song hiess «Zyklon B Zombie», ihr Studio nannten sie Death Factory – brachten sie selbst befreundete Bands gegen sich auf. Dann wieder zeigten sie sich für eine Albumhülle lächelnd in sehr fescher Freizeitkleidung auf einer Frühlingswiese mit Landrover im Hintergrund – allerdings am Rande einer Steilklippe, die in England für ihre Selbstmordrate bekannt ist. Die Platte hiess, und das ist eine doppelt schöne Lüge, weil nicht einmal die Zahl stimmte: «20 Jazz Funk Greats». Sechs Jahre nach ihrer Gründung, 1981, löste sich die Band auf und erklärte ihre Mission für erfüllt. Auftrag ausgeführt, Zivilisation zerstört.

Im September 2006 bringen Throbbing Gristle nun ein neues Studioalbum heraus. Den Auftakt des grossen Comeback-Jahres zelebrierten sie mit zwei Konzerten in der ausverkauften Volksbühne zu Berlin, begleitet von einer Ausstellung über die Band im Kunstinstitut Kunstwerke. Cosey Fanni Tutti wird neuerdings von der angesagten Londoner Galerie Cabinet vertreten und stellt zurzeit in der Tate Britain aus, den heiligen Museumshallen britischer Kunst. Die einstigen Zertrümmerer sind wieder willkommen in der Zivilisation.

Aber widerspenstig sind sie immer noch. Schon rein äusserlich ist Genesis P-Orridge eine gewisse Risikofreudigkeit eigen geblieben: Er hat sich in den letzten Jahren, als Teil eines plastisch-chirurgischen Gesamtkunstwerks, nach dem Vorbild seiner Lebenspartnerin in eine Frau verwandelt (sie sollte sich im Gegenzug in einen Mann verwandeln, hat sich’s aber unterwegs anders überlegt). Ausser Glitzerröcken hat Genesis einen aschblonden Pagenschnitt, ein üppiges Silikon-Décolleté und mächtig aufgespritzte Lippen zu bieten. Dazu einen Mund voller Goldzähne wie ein Gangsterrapper.

Neu: Popsongs über Unfallopfer

Zum frühmorgendlichen Interview kommt P-Orridge, ganz Diva, eine halbe Stunde später als die anderen drei, dafür perfekt geschminkt. Wer sich die Schock-Veteranen als übellaunige Maniker vorstellt, die zum Frühstück Gläser zerkauen, könnte nicht falscher liegen: geballte britische Another-Cup-of-Tea-Nettigkeit.

Sleazy ähnelt einem gemütlichen Märchenonkel, Chris Carter ist der Computernerd von ehedem, Tutti hat die Ausstrahlung einer verbindlichen Physiotherapeutin. Unter dem Eindruck der Huldigungen der Fans einige Tage zuvor sagt sie: «Ich kann mit Komplimenten nicht umgehen. Ich komme viel besser mit Konfrontation zurecht, weil ich glaube, dass beide Seiten mehr davon haben.» Und die vier, die hier so gesittet am Tisch sitzen, haben sich nicht immer mit Komplimenten überhäuft. Einer der inoffiziellen Gründe, warum TG sich 1981 auflösten, war, dass Cosey Genesis für Chris Carter verlassen hatte, mit dem sie bis heute zusammenlebt und einen Sohn hat. Sie machten als Chris&Cosey weiter Musik, Sleazy als Coil, P-Orridge gründete die Band Psychic TV. Gegen ihn wurde in den Neunzigern jahrelang ungerechtfertigt wegen angeblicher satanistischer Sektenumtriebe ermittelt, so dass er wegen drohender Verhaftung in die USA flüchtete; bei Scotland Yard hatte man sich aus seiner Vorliebe für Okkultismus, Verschwörungstheorien und anderen Schmonz einen völlig absurden Strafverfolgungsgrund gebastelt.

Eine TG-Reunion war aus vielerlei Gründen nicht selbstverständlich. «Es hatte so viel böses Blut zwischen uns und Genesis gegeben», erzählt Sleazy, «dass ein Zusammenkommen das Letzte war, was wir erwarteten.» Doch als sich die vier 2001 bei einer Ausstellung zu ihren Ehren zum ersten Mal wieder trafen, lief das überraschend entspannt ab. Sie probierten, ob sie auch musikalisch wieder kommunizieren konnten, «und es war erstaunlich: als würde man nach langer Zeit wieder Fahrrad fahren und merken, dass man es immer noch kann».

Throbbing Gristle umgeben sich nicht mit Schulterklopfern und Jasagern – normalerweise die Garantie für dröges Comeback und peinliches Spätwerk. Doch ihr Dilemma bleibt, dass die Schockästhetik längst bekömmliches Konsumgut geworden ist. TG sind Vorlage für Schockrocker von Marilyn Manson bis Nine Inch Nails sowie für härtere Spielarten des Techno. Die Idee, reisserische Schreckensmeldungen aus der Presse direkt in Kunst zu übersetzen, war nicht neu – Warhol hatte in den sechziger Jahren Gemälde über Meldungen von Flugzeugabstürzen und Tunfischvergiftungen gemacht.

Aber Popsongs zu schreiben über das tägliche Brot der Revolverblätter, über entstellte Unfallopfer und Serienmörder, das war neu. Chris Carter: «Niemand war schockiert, wenn so etwas auf den Titelblättern auftauchte, sehr wohl aber, wenn man darüber sang. Das überraschte mich.»

Viele Nachkömmlinge der Tabubrecher-Taktik sind inzwischen zu grossen Figuren der Young British Art geworden. Auch die Pop- und Modeindustrie hat längst alle radikalästhetischen Provokationen aufgesaugt und wieder ausgespuckt: Heroin-Chic, Military-Chic, Splatter-Chic, Porn-Chic, jeden Chic, der dem Produkt eine Form von subversiver Aura verleiht. Daher müssen TG heute ihre Strategie ändern. «Statt Zorn und Angst scheint momentan Verführung viel angebrachter», sagt Genesis P-Orridge, «es gibt im Leben der Leute so viel Polarisierung und Furcht, dass es wichtig wird, temporär geschützte Zonen zu bilden, wo sie mit Gleichgesinnten zusammentreffen und sich austauschen können. Und dabei helfen wir.»

Klingt natürlich, als wäre von der Schocktherapie nur noch die Therapie übrig. Aber die neue Platte bietet weder wabernde Säuselmusik noch blosse Krach-Attacken. Im Aufeinandertreffen von stampfendem Synthie-Klirren und luftigen Barjazz-Parodien ist sie wie ein komischer Traum, bei dem man sich nicht entscheiden kann, ob er Alpdruck oder Wohlgefühl verursacht.

Beim Konzert in Berlin kamen auch die Schocker von einst zum Einsatz – in verwandelter Form. TG spielten «Slug Bait», eine Charles-Manson-Reminiszenz, in der unappetitlich detailliert der Psychopathenmord an einer Schwangeren geschildert wird. Zuvor hatte Genesis sich beim Publikum dafür bedankt, dass es trotz Eiseskälte den Weg zum Konzert auf sich genommen hatte; gleich danach verbeugte er sich zum Gruss mit gefalteten Händen. Versöhnlichkeit bildete also den Rahmen: «Der Song wurde durch diese Gesten in Anführungszeichen gesetzt, da wir uns sehr bewusst sind, dass wir an dieser Stelle ein Stück Nostalgie produzierten», sagt Genesis.

Nimmermüder LSD-Rausch

Wo aber verläuft die Grenze zwischen distanziertem Selbstzitat und ungebrochener Identifikation? «Das grosse Geheimnis ist, dass es immer alles zugleich ist. Deshalb fragten wir uns nicht, als wir wieder zusammenkamen: ‹Werden wir Throbbing Gristle wieder darstellen, oder werden wir Throbbing Gristle wieder sein?›»

Der Punkt ist: Es gibt überhaupt kein Sein ohne Darstellen. Die re-inkarnierte Band erspart ihrem Publikum diese Erfahrung nicht. Als der Vorhang der Volksbühne sich lüftet, geht ein kurzes Raunen durchs Publikum: Die Musiker stehen am hinteren Ende des Bühnenraums. Man braucht einen Augenblick, um zu verstehen, dass man sich einem weiteren Auditorium gegenübersieht. Vielleicht die Hälfte des Publikums folgt dem Wink und geht auf die Bühne, um das Konzert dort stehend zu verfolgen. Die andere Hälfte bleibt sitzen und sieht beim Zusehen zu. Umso deutlicher wird die Bandbreite an Typen und Stilen, die hier versammelt sind: Schwarzkittel mit daumendickem Eyeliner und Pentagramm-T-Shirt neben Goa-Hippies mit Schlabberhosen; schwule Bären mit Nazi-Kurzhaarfrisur neben dürren, stockheterosexuellen Plattensammlern. Der Fotograf Wolfgang Tillmans zückt die Kamera, und der Konzeptualist Cerith Wyn Evans, in der Erscheinung ein klassischer britischer Dandy mit Massanzug und messerscharfem Schnauzer, ist besonders flamboyant unterwegs. Denkt man sich noch die Frau auf dem Podium hinzu, die einst Pornomodel war, und ihren Ex-Mann, der jetzt Frau ist, aber mit Penis, wird das Ganze endgültig zum polymorph perversen Aufführungstheater eines breiten Spektrums von Lebensweisen, die wenig mehr eint als ein unbedingt libertinärer Geist.

Der englische Musikkritiker Simon Reynolds hat die These vertreten, die Musik von TG und ihren Nachahmern sei nichts anderes als die zweite Blüte der Psychedelik gewesen. Klingt erst einmal absurd. Nichts scheint weiter weg von den sensitiven Farborgien und bukolischen Folklore-Einflüssen der Sixties als die brutale städtische Untergangsästhetik des Industrial. Doch bei beiden Musikstilen geht es darum, multimedialen Overload zu erzeugen: statt Lavalampen-Muster waren es einfach Ausschnitte aus Autopsie-Filmen, die projiziert wurden; statt wabernd kosmische Sternenklänge klirrend abstürzende Meteoriten.

In der Vorgeschichte von TG lässt sich die Genealogie ablesen: Der junge Genesis P-Orridge sieht auf Fotos der frühen Siebziger dem Sänger von Jethro Tull verblüffend ähnlich – der gleiche Zottelbart, die gleiche schräg gerückte Bardenmütze. Er und Cosey lernten sich 1969 in einer Londoner Hippie-Kommune kennen, die alle bürgerlichen Regeln aufhob. Die Verletzung von Schock- und Schamgrenzen, die radikale Entsublimierung von COUM erinnerte an die Wiener Aktionisten. Doch keiner von ihnen hatte eine klassische Kunsthochschulausbildung absolviert. Sie verstanden sich als Teil gegenkultureller Outsiderkunst. Ihre Helden waren nicht (wie für viele andere Performance-Künstler) hochkulturelle Grössen wie der Komponist John Cage oder der Choreograf Merce Cunningham, sondern Beatnik-Schriftsteller William S. Burroughs und LSD-Papst Timothy Leary. So war der Industrial- Sound von TG die unvermeidliche Folge psychedelischer LSD-Seligkeit: ein einziger langer Horrortrip.

Im Oktober 1976 – das war der eigentliche Schock – überschnitt sich in London der künstlerische mit dem politischen Horrortrip einer verunsicherten Nation, deren Wirtschaft den Bach runterzugehen schien. Populisten schürten den Zorn auf die Subventionierung moderner Kunst: Die Backsteine des Minimalisten Carl Andre, die in jenem Jahr von der Tate Gallery angekauft wurden, hatten schon für Aufregung gesorgt – «Nur Backsteine! Für teures Geld!» –, und unmittelbar vor COUM hatte die US-Konzeptkünstlerin Mary Kelly die benutzten Windeln ihres Söhnchens im ICA ausgestellt. Und jetzt noch diese Ekelkünstler. Dabei waren COUM selbst angewidert vom etablierten Teil des Subventionsbetriebs Kunst. Das Bandprojekt Throbbing Gristle und das eigene Plattenlabel markierten damals den Ausbruch aus der Abhängigkeit.

Heute ist aus dem mutigen Horrortrip keine gemütliche Butterfahrt geworden. TG sind in einer zutiefst widersprüchlichen Gegenwart gelandet, in der ein Film über schwule Cowboys den Regie-Oscar gewinnt, während die halbe Menschheit in neuer Religiosität aufgeht. Kaum etwas entspricht dieser Gegenwart besser als jener Zwiespalt zwischen Psychedelik und Endzeit-Sound, regenbogenfarbener Verführung und schwarzweisser Gewalt, für den Throbbing Gristle stehen.

Eltern



John Rotton/Lydon

„Meine Eltern haben die Pistols allerdings schon mal im Fernsehen gesehen. Mein Vater schrie ,Oh, Jesus!" während meine Mutter von ihrem Strickzeug aufschaute und „Oh, wie nett!" sagte.“

John Gray: „

Eileen Lydon war stolz auf Johnny. Sie war überhaupt stolz auf alle ihre Kinder, egal, was sie erreicht hatten. Das Schöne an den Lydons war, daß wir bei ihnen die ganze Nacht Bier trinken und Schallplatten hören durften. Dann hab' ich im Wohnzimmer auf dem Sofa gepennt, und morgens kam dann jemand runter und machte mir eine Tasse Tee. Jimmy konnte einen Kumpel oder 'ne Freundin bei sich übernachten lassen. Morgens waren dann alle ganz leise beim Frühstücken, um uns nicht aufzuwecken. Und das in einer klitzekleinen Wohnung! Bei uns zu Hause wäre das undenkbar gewesen, meine Mutter wäre morgens total ausgeflippt!“

Pop Tarts







Summertime

Billy Stewart (* 24. März 1937 in Washington, D.C.; † 17. Januar 1970 in North Carolina) war ein US-amerikanischer Sänger und Keyboarder. Er war Mitglied der Band Rainbows. Zudem spielte er in der Band von Bo Diddley und besorgte diesem einen Vertrag bei Chess Records. Hier veröffentlichte er 1956 seine erste Solosingle, Billy's Blues. Am 17. Januar 1970 starb er gemeinsam mit drei Bandmitgliedern auf dem Weg zu einem Auftritt, als sein Wagen ein Brückengeländer durchbrach und in einen Fluss stürzte

Sonne satt





Die Vase die mein Bruder bemalte. Er starb mit 10 Jahren. Er schlug hart mit dem Kopf auf der Straße auf als ein Mädchen ihm beim Federballspiel versehentlich vom Fahrrad schubste.
Keine Ahnung was für Kämpfe in dem Mädchen im weiterem Leben tobte.Meine Mutter gab ihr jedes Jahr ein großes Geburtstagsgeschenk.

Eigentlich eine harmlose Geschichte im Vergleich zu Menschen die Krieg, KZ etc. erlebt haben.

Rainer

Heute Abend deutscher Zeit stellt Apple ein neues Produkt in San Francisco vor. Erwartet wird die Präsentation des iPad3. Aber so genau sagt der Technologieriese das vorher nicht. Wir sollen vor Spannung zittern. Doch die wahre Vorfreude vieler Technologiefreunde gilt längst der Apple-Konkurrenz. Man kann es kaum erwarten, dass Samsung und Co. endlich mit ähnlich guten Produkten gleichziehen. Denn Konkurrenz belebt nicht nur das Geschäft, sondern erzieht auch zur Demut. Die Apple-Manager könnten davon eine Extraportion gebrauchen.

Ich wünsche Ihnen einen vergnüglichen Tagesbeginn. Es grüßt Sie herzlichst Ihr

Gabor Steingart
Chefredakteur/Handelsblatt