Dienstag, Februar 28, 2012

fauler Hund __(Couch-Potato)





Ich wuchs in einem Wohnsilo auf, Arbeiterslum. Bis zu meinem elften Lebensjahr wohnten wir in zwei Zimmern. Kein Badezimmer. Außenklo. Neben dem Klo draußen ein alter Luftschutzbunker. In dem hausten die Ratten, und das gefiel mir. Der Bunker war offen, und man konnte reingehen und dort spielen.

Das Wohnsilo war aus der viktorianischen Zeit und beherbergte vierzig oder fünfzig Familien. Ich habe drei Brüder. Ich bin der älteste, und wir sind alle relativ kurz hintereinander geboren. Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, wie alt meine Brüder sind. Weiß nicht, wann sie Geburtstag haben, und sie wissen auch nicht meinen. Wir sind nicht so eine Familie, wir feiern so was nicht. Hatten nie Interesse daran. Bis vor kurzem hatte ich überhaupt keine Beziehung zu meinem Vater. Ich glaub', ich hab' nie ernsthaft mit ihm geredet bis zu dem Tag, als er mich rauswarf:

„Es ist Zeit, daß du abhaust und arbeitest, du Bastard!"

Dann änderten sich die Dinge. Danach sagte er: „Hallo, mein Sohn! Wie geht's? Na, jetzt ernährst du dich selbst." Er hatte das Richtige getan. Sonst wär' ich zu einem

Couch Potato (fauler Hund)




geworden, die von der Stütze der Eltern gelebt hätte.

Meine Familie war sehr, sehr arm. Mein Vater wurde auf den Namen John Christopher Lydon getauft. Ich bin John Joseph Lydon. Sein Vater war ein totaler Alptraum. Die ganze Sippe mußte von Irland nach England rüberkommen, um Arbeit zu finden. Mein Großvater war ein hinterfotziger Weiberheld.

„Der alte Sack", so nannten sie ihn. Ich glaube, mein Vater haßte ihn. Merkwürdige Familie, nehm' ich an, aber schillernd, das kann ich euch sagen. Sehr schillernd. Ziemlich gewalttätige Familie auch, besonders bei den Cousins. Kämpfe am Wochenende. Prügelten sich im Hinterhof. Mein Vater kommt aus Galway. Er war Kranführer. Es stimmt, die irischen Arbeiter haben alle schaufelgroße Hände.

Benutzen sie auch als solche. Ist die irische Art zu arbeiten. Baustellen. Scheiße schaufeln. John Lydon, Sohn eines Scheißeschauflers. War nix Ehrenrühriges. Praktisch alle, mit denen ich aufwuchs, teilten dasselbe Los. Aber es war ein Alptraum, wenn er uns zur Arbeit mitschleppte: Wahrscheinlich hoffte er, daß wir in seine Fußstapfen treten würden, als Scheißeschaufler extraordinaire. Ich haßte es. mit ihm im Kran zu sitzen. Das war ein lautes, riesiges, stinkendes Metallding. Anderen Kindern hätt's vielleicht gefallen, in dem Kran zu sitzen, aber dieses Kind haßte es. Ich sah mich weit erhaben über all das.

John Lydon

Krokusse im Garten



Perfect Day



Das Stück steht in der Moll-Tonart und benutzt Töne aus der melodischen und harmonischen Molltonleiter. Die ersten fünf Takte bilden zwei ii-V-I-Folgen (IIm-V-I; die Kleinschreibung bezeichnet Moll, groß Dur), die beide einen Ganzton tiefer enden, sodass die alte I-Tonika die neue zweite (IIm) ist. Allerdings benutzt der zweite Turnaround anstatt des II-Mollakkords den II-Durakkord. Das Schema endet mit einem IVm-V-I (IVm ist die Mollsubdominante), also einer Vollkadenz in Moll, und endet auf der Tonika. Anfänglich klingen die IIm-V-I-Sequenzen wie ein Muster in endlos absteigenden Tonarten (ein typisches Jazz-Motiv), wegen der Terzerhöungen von IIm zu II bleibt das ganze Lied jedoch streng in der Ausgangstonart, verwendet aber Akkorde (wie IVm und IVm), die ihre Töne aus melodischen oder harmonischen Molltonleitern beziehen.

In der Ausgangstonart notiert lautet der Akkordablauf:

Im IV VII III bVI IVm V
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ok ... verstanden

Rainer