Mittwoch, Februar 01, 2012

The Death



Patti Smith und der Tod. Der Fotograf Robert Mapplethorpe, ihr engster Vertrauter und früherer Geliebter, "der Künstler meines Lebens", wie sie ihn nennt: 1989 an Aids gestorben. Ihr Ehemann Fred "Sonic" Smith, Musiker der legendären Band MC5, Vater ihrer beiden Kinder: 1994 gestorben an einem Schlaganfall. Kurz darauf ihr Bruder, der früher ihr Tourmanager war: gestorben an einem Herzinfarkt. Und in den Jahren zuvor Freunde und Kollegen, alle mehr oder weniger in ihrem Alter, "der Schriftsteller Jim Carroll, Janis Joplin, Jim Morrison, mein Gott, wenn ich einmal anfange, sie alle aufzuzählen, finde ich kein Ende", sagt sie. Und fügt dann hinzu, dass Mapplethorpe und sie mit Andy Warhol zu einem Lunch verabredet waren, den Warhol kurzfristig absagen musste. Kurz darauf starb er. Und sie sagt, sie erinnert sich genau, dass es an seinem Todestag plötzlich anfing zu schneien in New York, "der Himmel war weiß, die Straßen waren weiß. Es war, als ob die ganze Stadt um ihren Sohn trauerte, und natürlich nicht in Schwarz, sondern in Andys Lieblingsfarbe, ganz in Weiß."

Patti Smith muss nur ein paar Geschichten erzählen, und schon ist eine ganze Ära wieder da, die sie mit ihrer Kunst, ihrer Musik mit geprägt hat. Überrascht es Patti Smith bei all den Toten eigentlich selbst, dass sie noch lebt? "Ich wundere mich nicht, dass ich die wilden Jahre überlebt habe. Ich bin vor allem überrascht, dass ich meine Kindheit überlebt habe." Und dann erzählt sie von all den Krankheiten, die sie bis zum 16. Lebensjahr hatte: Tuberkulose, Pfeiffersches Drüsenfieber, Asiatische Grippe (an der Ende der fünfziger Jahre ein bis zwei Millionen Menschen starben).

God bless


Patti

Schaufensterpuppe