Montag, Oktober 31, 2011

Krematorium

. l diesem Tage gelang es mir nicht, in das Frauenlager zu kommen_.Da ich
„ u nia wenigstens von weitem sehen wollte, lief ich in der Nähe der Zäune ‘ i’
und her. Ein ‘Teil unseres Kommandos arbeitete jetzt auf der Rampe und i i .
‘jbmchte auf Loren aus der nicht weit entfernt liegenden Grube Kies. Der
1; Nachmittagßwar ziemlich schläfrig, windlos und sehr warm für Anfang Oktoä 1
1 Plötzlich hörten wir eine dumpfe Detonation. Wir schauten in Richtung ‚ Ä i,‘
_.— des Wäldchens, von wo weitere Detonationen und Karabinerschüsse zu hö- r g
" [an waren. Eine Rauchsäule stieg über den Wald, die gar nicht aus dem a ,
Schornstein des Krematoriums stammen konnte. Im ersten Augenblick r i . i
f dachte ich, daß es. ein unerwarteter Fliegerangriff wäre. Die Kugeln flogen i
5 pfeifend über die. Rampe. Die unkoordinierte Schießerei steigerte sichmit i
i i jederMinute. Bewaffnete SS-Männer rasten auf Motorrädern und Fahrrä-
«dem auf der Hauptstraße die Rampe entlang. Aus der benachbarten Wache i s i,
sprang der hinkende Perschel, rief uns etwas zu, bestieg sein Fahrrad und f i: 5
fuhr, so schnell er nur konnte, in Richtung der Krematorien. Wieder summte‘ ‚ ‚ "
;; eine verirrte Kugel über meinen Kopf. Ich sprang in die nächste leere Lore.
a Andere taten das gleicheMit Herzklopfen erwartete ich, was weiter gesche- i i
’ hen würde, und beobachtete heimlich das Gelände. Sollte eine Partisanenab- - _‘
' teilung, von der zuletzt immer lauter gesprochen wurde, ‘direkt in das Lager ..
i. gekommen sein‘? r i “ e -‘