Mittwoch, Februar 09, 2011

Was ist eigentlich ein Vocoder?



Meine Singlesammlung



Taximord am Bodensee



Mit leiser Stimme und auf Russisch, übersetzt von der Dolmetscherin, sagte Andrej W., nachdem der Vorsitzende Richter ihm das letzte Wort gegeben hatte:

 Sein erster Satz: „Ich bin befreit."

 > Über seine Kindheit und Jugend: „Als ich eine schlechte Note hatte, hat die Mutter meinen Kopf genommen und ihn gegen den Tisch geschlagen... Sie hat mich angeschrien... Ich war in Russland und habe geschrieben, dass ich ein schlechtes Leben habe... Ich habe der Mutter geschrieben, dass ich einen Psychiater brauche... Als ich zurück nach Deutschland kam, nach drei Jahren, hat sie mich nicht umarmt... Wir saßen auf zwei Stühlen und sprachen nicht... > Über seine Nekrophilie: „Ja, ich habe gegraben... Die Akte wurde später in Russland geschlossen."

> Über seine Rachegelüste an seiner Mutter: „Als ich in Berlin war, habe ich mir ein großes Messer gekauft... Ich konnte die Mutter nicht umbringen. Es ist wieder irgendetwas in mir passiert... Ich finde keine Erklärung, wa da mit mir los war..."

> Über die Tat in Singen: „Als ich aus dem Zug ausstieg, ist etwas in mir vorgefallen... Ich wollte in Singen in einem Waffengeschäft ein Gewehr kaufen, habe es aber nicht bekommen... Wenn ich eine Waffe gehabt ich hätte, hätte ich einiges angestellt... Ich habe mir bei Karstadt ein Messer gekauft... Ich wollte mit dem Taxi au den Friedhof fahren... Ich habe der Frau das Messer an den Hals gehalten... Ich habe die Kontrolle über r1Plich verloren... Ich wusste ganz genau, dass sie noch am Leben ist, aber ich habe gedacht, dass sie im Laufe der Zeit sterben wird.. . Ich bin in aller Ruhe gegangen... Ich bin froh, dass sie überlebt hat."

> Über die Tat in Hagnau: „Am nächsten Tag verspürte ich eine Kraft in mir, jemanden zu töten... Ich wollte sie umbringen und vergewaltigen... Wir sind auf die Insel Mainau gefahren... Ich habe nachgedacht, was in mir vorgeht... Ich habe die Kontrolle über mich verloren... Meine Hände haben die ganze Zeit gezittert... Alles war voller Blut... Sie fiel auf meinen Schoß... Ich habe den Alarm ausgelöst, dann bin ich wieder zu mir kommen."

> Über seine Flucht: „Ich wusste, die Hunde werden kommen... Ich habe mich dreimal im Fluss gewaschen... Ich bin nach Friedrichshafen gegangen... Mein Cousin war nicht zu Hause.. Ich finde keine Erklärung."


> Über seine Empfindungen: „Als ich getötet habe, habe ich vor mir nichts gesehen... Es tut mir sehr Leid... Mir ist es egal, ob ich ins Gefängnis komme oder in die Psychiatrie... Ich möchte selbst nicht mehr leben, ich werde nicht mehr friedlich leben können... Warum hat der Bruder mich nicht umgebracht? Wenn man meine Schwester umgebracht hätte, hätte ich ihn getötet..."

> Über seinen Anteil an Schuld: „Ich denke, ich bin nicht schuldig... Ihr denkt, ich bin schuld, aber ich lüge nicht. Ich früher ein normaler Mensch... Ihr wollt mich alle zerhacken und klein machen... Wenn es meine Mutter nicht gegeben hätte, hätte ich ein vernünftiges Leben führen können... Ich habe die Frau umgebracht, weil ich wirklich eine tote Frau gebraucht habe." (rau)